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Fragen und Antworten
Was ist eine Wabe?
Das gesamte Verbundgebiet des VRR ist unterteilt in Tarifgebiete und Waben. Mehrere Waben zusammen bilden ein Tarifgebiet. Jede Wabe entspricht in ihrer räumlichen Ausdehnung in der Regel einem Stadtbezirk oder einer kleineren Gemeinde.
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Was ist ein Tarifgebiet?
Ein Tarifgebiet entspricht einer Stadt oder mehreren kleineren Städten und Gemeinden. Die Großstädte Düsseldorf, Duisburg, Dortmund, Essen und Wuppertal umfassen je zwei Tarifgebiete.
Insgesamt gibt es im VRR 81 Tarifgebiete, die sich in über 250 Waben aufgliedern.
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Wie kann ich herausfinden, welche Preisstufe ich für eine einzelne Fahrt benötige?
Sie können unseren Ticketberater nutzen, um sich für Ihre Fahrten umfassend beraten zu lassen. Sie erhalten dort Auskunft über das passende Ticket für einzelne Fahrten, gelegentliche Fahrten oder auch für regelmäßige Fahrten. Welche Preisstufe Sie für Ihre einzelne Fahrt innerhalb des VRR benötigen, erfahren Sie auch direkt in unserer elektronischen Fahrplanauskunft. Geben Sie dort die gewünschte Fahrverbindung ein und es wird in der Ergebnisübersicht zu jeder Fahrt die benötigte Preisstufe für Tickets des Bartarifes angezeigt. Wenn Sie auf die Preisstufe klicken (z.B. auf das „B“), so erhalten Sie weitere Informationen, wie z.B. die durchfahrenen Waben und Fahrpreise. Für regelmäßige Fahrten mit Monatstickets kann unter Umständen eine abweichende Preisstufe gelten.
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Warum wird innerhalb der Preisstufe A noch zwischen A1, A2 und A3 unterschieden?
Die Preisstufe A wurde zum 1. August 2008 in die Preisstufe A1 und A2 aufgeteilt und auf die Tarifgebiete im VRR-Verbundraum verteilt. Dabei fand auch eine preisliche Differenzierung statt, die jedoch nur bei den Monatskarten gilt (Ticket1000, Ticket2000, etc.).
Die Preisstufe A1 gilt in kleineren Städten und Gemeinden. Die Preisstufe A2 gilt in 11 größeren Städten (wie z.B. Duisburg), die eine besonders hohe Qualität des Nahverkehrsangebotes haben (dichte Takte, schnelle Stadtbahn-Verbindungen, NachtExpress, etc.). Mit der Preisstufe A3 kann der Preis noch stärker am lokalen Leistungsangebot in den Städten Bochum, Dortmund, Essen, Düsseldorf und Wuppertal ausgerichtet werden.

Mit diesen drei Preisniveaus der Preisstufe A eröffnen sich neue Spielräume für moderate Preisanpassungen in den ländlich geprägten Räumen des Preisniveaus A1 - über die Mittelzentren mit dem Preisniveau A2 – bis hin zu den Großstädten, die über ein dichtes und qualitativ hochwertiges, jedoch kostenintensives, Schienennahverkehrsnetz verfügen.
Im Bereich des Bartarifes (EinzelTicket, 4erTicket, TagesTicket) wird preislich nicht zwischen der Preisstufe A1, A2 und A3 unterschieden. Die Fahrausweisautomaten zeigen alle Preisstufen aber auch im Bartarif an. Für Sie ergibt sich hieraus allerdings kein Nachteil, da sowohl die Preisstufe A1 als auch A2 oder A3 im Bartarif von Ihnen genutzt werden kann.
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Wie kann ich mit der Preisstufe A in benachbarte Waben fahren?
Grundsätzlich gilt für Fahrten innerhalb eines Tarifgebietes die Preisstufe A und für Fahrten in ein benachbartes Tarifgebiet die Preisstufe B.

Die Tarifgebiete im VRR sind jedoch nochmals in Waben unterteilt, vergleichbar mit den Stadtteilen einer Stadt. Es gibt auch Fahrten, die eine sog. 2-Waben-Beziehung darstellen. Das bedeutet, dass sich Ihr Start- und Zielpunkt trotz unterschiedlicher Tarifgebiete in zwei direkt nebeneinander liegenden Waben befindet. Für derartige Fahrtrelationen gilt die Preisstufe A.
Sie können sich auch ein Monatsticket auf eben diese 2-Waben-Beziehung der Preisstufe A1, A2 oder A3 ausstellen lassen. Als Geltungsbereich werden diese beiden Waben auf dem Ticket eingetragen. Sie können dann aber nur innerhalb dieser beiden Waben mit Ihrem Ticket fahren.
Möchten Sie innerhalb des VRR-Gebietes einmal über den Geltungsbereich Ihres Tickets hinaus oder wieder zurück fahren, so benötigen Sie pro Fahrt ein VRR-ZusatzTicket (Hin- und Rückfahrt = 2 ZusatzTickets).
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Was ist, wenn ich in einem Geltungsbereich fahren möchte, das jeweils aus Waben der unterschiedlichen Preisniveaus A1, A2 und/oder A3 besteht?
In diesem Fall müssen Sie ein Ticket des jeweils höchsten Preisniveaus erwerben. Wenn Sie z.B. eine 2-Waben-Beziehung der Preisstufen A1 und A2 befahren, benötigen Sie ein Ticket des Preisniveaus „A2“. Im Bartarif sind die Preise der Preisstufen A1, A2 und A3 identisch.
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Wie lange kann ich mein altes Ticket noch nutzen?
Nicht oder nur teilweise entwertete bzw. angeforderte VRR-Tickets des Barverkaufs aus dem Jahr 2015 können noch bis zum 31. März 2016 abgefahren werden. Dies betrifft Einzel-, 4er-, Tages-, 10er- und ZusatzTickets.
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Bis wann kann ich mein altes Ticket beim Verkehrsunternehmen gegen ein neues eintauschen?
Gemäß den geltenden Überleitungsregelungen kann ein Umtausch bis zu drei Jahre nach Inkrafttreten einer Tarifanpassung vorgenommen werden. Im Falle der Preisanpassung 2016 können VRR-Tickets aus dem Barverkauf mit Tarifstand 2015 bis zum 31. Dezember 2018 gegen neue Tickets umgetauscht werden. Der Umtausch kann nur bei dem Verkehrsunternehmen erfolgen, welches das Ticket auch ursprünglich ausgestellt/verkauft hat.
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Welches Zentraltarifgebiet der Preisstufe B ist für mich sinnvoll?
Bei dem Erwerb eines MonatsTickets der Preisstufe B müssen Sie sich auf einen bestimmten Geltungsbereich des Tickets festlegen. Ein Geltungsbereich der Preisstufe B besteht aus einem Zentraltarifgebiet sowie in der Regel allen angrenzenden Tarifgebieten. Sie können aus einer Vielzahl von Geltungsbereichen den für Sie geeigneten Geltungsbereich wählen. Nutzen Sie dafür bitte unseren Ticketberater.
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Wie ermittle ich, welche Kombinationsmöglichkeiten für mich bei der Preisstufe C sinnvoll sind?
Die Preisstufe C umfasst eine Vielzahl von möglichen Geltungsbereichen und bietet damit zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten. Sie können als Zentraltarifgebiete zwei beliebige benachbarte und verkehrlich verbundene Tarifgebiete miteinander kombinieren. Das Ticket gilt dann in beiden Tarifgebieten sowie in der Regel in den angrenzenden Tarifgebieten. Bitte nutzen Sie den Ticketberater, um sich die für Sie passenden Zentraltarifgebiete ermitteln zu lassen.
Was sind die generellen Eigenschaften der Kurzstrecke?
Die Kurzstrecke gilt im VRR bis zu 20 Minuten für eine Fahrt, d. h. nach Ablauf dieser Zeit muss die Fahrt beendet sein. Es dürfen keine Linien im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) oder des Fernverkehrs genutzt werden und auch Umstiege sind generell ausgeschlossen. Grundsätzlich gilt die Kurzstrecke für 3 Haltestellen ab der Einstiegshaltestelle. Bei großen Haltestellenabständen sind Ausnahmen möglich.
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Wie erfahre ich, ob ich für meine Fahrt den Kurzstreckentarif nutzen kann?
Ob Sie die Kurzstrecke konkret nutzen können, erfahren Sie bei der Fahrtenplanung online über unsere elektronische Fahrplanauskunft oder in der VRR-App. Im Zweifelsfall hilft natürlich auch das Fahrpersonal weiter.
Wer bestimmt eigentlich, wie viel welches Ticket im VRR kostet?
Nach dem Personenbeförderungsgesetz haben die Verkehrsunternehmen mit Linienkonzessionen das Recht, Fahrpreise zu gestalten. Nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz haben die Eisenbahnverkehrsunternehmen grundsätzlich das Tarifgestaltungsrecht.
Im VRR haben die im Zuständigkeitsgebiet des VRR verkehrenden ÖPNV-Unternehmen diese Aufgabe auf der Grundlage von Kooperationsverträgen an die Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR – kurz VRR AöR – übertragen. Diese hat unter Einbindung der Verkehrsunternehmen und der kommunalen Aufgabenträger – das sind die kreisfreien Städte, einige kreisangehörigen Städte und die Kreise im VRR-Gebiet – einen einheitlichen Gemeinschaftstarif zu erarbeiten und weiterzuentwickeln.
Die Tarifexperten der VRR AöR erarbeiten Vorschläge zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Tarifs, die sie mit den Fachleuten der Verkehrsunternehmen im Rahmen des KViV-Arbeitskreises Marketing, Tarif und Vertrieb (KViV-MTV) beraten. Danach erfolgen Beratungen mit den politischen Fraktionen im VRR, mit den KViV-Gesellschaftern und dem Unternehmensbeirat der VRR AöR. Der förmliche politische Entscheidungsprozess beginnt im Tarif- und Marketingausschuss der VRR AöR. Das verbindliche Entscheidungsgremium ist der Verwaltungsrat der VRR AöR, dem Vertreter der Städte, der Kreise sowie der Verkehrsunternehmen im VRR-Gebiet angehören.

Damit die Fahrpreise nicht willkürlich festgelegt werden, hat der Gesetzgeber in § 39 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) das Genehmigungsverfahren für den Tarif festgelegt: Bevor eine Preiserhöhung tatsächlich in Kraft treten kann, muss diese formal von der zuständigen Bezirksregierung als Einrichtung des Landes NRW genehmigt werden.
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Wie kommt eine Preiserhöhung im VRR zustande? Aus welchen Parametern setzt sie sich zusammen?
Die Preisgestaltung im Öffentlichen Nahverkehr ist nicht allein Sache des VRR. Mehrere Akteure sind an der Festsetzung von Tarifentwicklungen beteiligt: Die Verwaltung des VRR erarbeitet Vorschläge, die mit den Fachleuten der Verkehrsunternehmen diskutiert und abgestimmt werden. Bindende Entscheidungen werden von den politischen Gremien getroffen, die sich im Wesentlichen aus den Abgesandten der Städte und Kreise im VRR zusammensetzen. Der ÖPNV lässt sich bei weitem nicht kostendeckend mit Einnahmen aus Ticketverkäufen finanzieren. Diese Einnahmen decken nur zu etwa 44 Prozent die Kosten der Verkehrsunternehmen. Die Städte und Kreise im VRR sowie das Land Nordrhein-Westfalen bringen jährlich dreistellige Millionenbeträge auf, um die Mobilität im öffentlichen Personennahverkehr zu gewährleisten.

Der finanzielle Handlungsspielraum vieler Kommunen im VRR ist stark begrenzt, bei diesen besteht das Interesse, die kommunalen Haushalte weniger zu belasten. Daher besteht für den VRR der politische Auftrag der Kreise und Städte, die Nutzerfinanzierung des öffentlichen Verkehrs zu stärken.
Trotz massiver Restrukturierungsmaßnahmen der kommunalen Verkehrsunternehmen in den letzten Jahren lassen sich die gestiegenen Kosten der kommunalen Verkehrsunternehmen – insbesondere durch erhöhte Betriebs- und Personalkosten – nicht komplett auffangen.
Als Sondereffekte für die Aufwandsentwicklung in 2015 sind zudem der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst und die Auswirkungen der zusätzlichen Belastungen durch die EEG-Umlage (Erneuerbares Energiegesetz) zu benennen. Beide Effekte zusammen führen zusätzlich zu einer zuvor nicht eingeplanten Aufwandsteigerung von insgesamt rd. 15 Mio. EUR.

Alle Verantwortlichen sind Jahr für Jahr bestrebt, die Erhöhungen möglichst maßvoll ausfallen zu lassen, wohl wissend, dass ein nicht akzeptiertes Preis-Leistungs-Verhältnis zu Fahrgastverlusten führt.
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Sind bei einer Preisanpassung immer alle Tickets im gleichen Maße betroffen oder gibt es in Einzelfällen niedrigere oder höhere Preisanpassungen? Wenn ja, warum ist das so?
Die Preisanpassung wird immer im Durchschnitt angegeben, da nicht alle Tickets um den gleichen Prozentwert angehoben werden. Bei der Kalkulation der Preise fließen verschiedene Faktoren mit ein, z. B. die Ausnutzung der tariflichen Zusatzoptionen bei einigen Tickets. 2014 stiegen z.B. die Preise bei den Zeitkarten in den Preisstufen C und D etwas stärker als bei den Preisstufen A und B, um so einen Beitrag zur SPNV-Finanzierung zu leisten. Die Ticketpreise der noch relativ jungen Preisstufe E wurden nur unterdurchschnittlich angehoben. Darüber hinaus sind vertriebliche Vorgaben beim Fahrer- oder Automatenverkauf zu beachten, die Auf- und Abrundungen um einige Cent erfordern können.
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Wie lange gelten neue Preise nach einer Tarifänderung?
Neue Preise im VRR-Tarif werden durch den Verwaltungsrat beschlossen. In der Regel – so auch in diesem Jahr – sind die Preise jeweils für ein Kalenderjahr gültig. Der Verwaltungsrat beschließt jeweils im Sommer die Preisanpassung für das kommende Jahr.