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Aktuelles Cranger Kirmes: „In dieser Zeit sind alle Fahrzeuge im Einsatz, die wir haben“
05.08.2014
Interview mit Dirk Rogalla, Pressesprecher der Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel GmbH (HCR)
Herr Rogalla steht neben HCR-Bus
Noch bis zum 10. August lockt die Cranger Kirmes Fans rasanter Fahrgeschäfte, süßer Zuckerwatte Co. an den Rhein-Herne-Kanal. Damit die Besucher ohne Parkplatzsorgen anreisen und das Volksfest unbeschwert genießen können, bieten die Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel GmbH (HCR), die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) und die Vestische Straßenbahnen GmbH (VESTISCHE) auch in diesem Jahr wieder zusätzliche Fahrten an. Der VRR sprach deshalb im Rahmen der 579. Cranger Kirmes mit Dirk Rogalla, Pressesprecher der HCR, über das Verkehrskonzept zu einem der größten Volksfeste in Deutschland, seine Tipps für eine bequeme An- und Abreise und darüber, was ihm an der Cranger Kirmes am besten gefällt:
Herr Rogalla, seit wie vielen Jahren kümmert sich die HCR bereits um das Verkehrskonzept zur Cranger Kirmes?
Dirk Rogalla: Die HCR bringt die Besucher schon seit sehr vielen Jahren mit ihren Bussen zur Cranger Kirmes und wieder nach Hause. Das aktuelle Verkehrskonzept gibt es seit 2003. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Kirmes-Linie 322 eingerichtet, die die Fahrgäste unter dem Motto „Das erste Fahrgeschäft nach Crange“ vom Herner Busbahnhof zum Rummelplatz fährt.
Wie aufwendig ist die Planung bzw. Erstellung eines Verkehrskonzepts für eine solche Veranstaltung?
Dirk Rogalla: Es gilt der Leitsatz, nach der Kirmes ist vor der Kirmes. Nachdem die Cranger Kirmes zu Ende ist, setzen sich alle Beteiligten zusammen und analysieren, was gut funktioniert hat und was in Zukunft besser gemacht werden kann. Erste Gespräche zur Vorbereitung des Verkehrskonzepts 2015 finden dann sechs Monate vor Veranstaltungsbeginn statt.
Stimmen Sie sich für das Verkehrskonzept mit der BOGESTRA und der Vestischen ab? Wenn ja, wie läuft diese Zusammenarbeit ab?
Dirk Rogalla: Innerhalb der „Kooperation östliches Ruhrgebiet“, in der sich die HCR, die BOGESTRA, die VESTISCHE und die DSW21 (Dortmunder Stadtwerke AG) zusammengeschlossen haben, werden das ganze Jahr über unternehmensübergreifende Projekte besprochen. In der Arbeitsgruppe „Angebotsplanung“ sind aus jedem Verkehrsunternehmen ein bis zwei Mitarbeiter vertreten, die sich bei großen Veranstaltungen hinsichtlich des Verkehrskonzepts abstimmen.
Wie viele zusätzliche Fahrzeuge der HCR sind während der Cranger Kirmes im Einsatz?
Dirk Rogalla: In dieser Zeit sind alle Fahrzeuge im Einsatz, die wir haben. Die HCR verfügt insgesamt über 66 Fahrzeuge. Davon sind 18 HCR-Busse von und zur Cranger Kirmes im Einsatz. Um die Verbundenheit der HCR mit der Cranger Kirmes zu zeigen, sind übrigens die Außenspiegel aller Busse mit einem bunten Windrad, dem Symbol der Cranger Kirmes, beklebt.
Wie viele Kilometer legen die Linien während dieser Zeit zurück?
Dirk Rogalla: Die Linien legen während der Cranger Kirmes rund 15.000 Kilometer zurück. Das ist so als würden unsere Busse die Erde zu einem Drittel umrunden.
Kommen wir nun zur An- und Abreise. Wenn unsere Leser die Cranger Kirmes besuchen möchten, mit welchen Linien kommen sie am besten zum Festgelände?
Dirk Rogalla: Die Kirmes-Linie 322 fährt von Herne Busbahnhof im 7,5 Minutentakt zum Kirmesgelände und zurück. Auch die Linie 323 verkehrt regelmäßig zwischen Herne Busbahnhof und Crange. Von Wanne-Eickel Hbf aus erreichen die Besucher den Festplatz ohne längere Wartezeiten mit zahlreichen Linien aller drei Verkehrsunternehmen, während die VESTISCHE die Besucher aus Richtung Herten ans Ziel bringt. Ich empfehle den Besuchern in der Fahrplanauskunft oder in der VRR-App als Zielort Cranger Kirmes einzugeben. So erfahren die Fahrgäste immer, wie sie am besten zur Kirmes und wieder nach Hause kommen.
Wie lange und wie oft fahren die Linien werktags und am Wochenende?
Dirk Rogalla: Wir stellen sicher, dass die An- und Abreise der Kirmes-Fans während der Kirmesöffnungszeiten gesichert ist. Unsere Busse verkehren an Werktagen bis 24 Uhr und in den Nächten auf Samstag und Sonntag bis circa 2 Uhr morgens zwischen Crange und den Bahnhöfen Herne und Wanne-Eickel.
Waren Sie dieses Jahr schon auf der Cranger Kirmes? Was war Ihr persönliches Highlight?
Dirk Rogalla: Natürlich war ich dieses Jahr schon gemeinsam mit meiner Familie auf der Cranger Kirmes. Generell finde ich das Gesamtpaket, das die Cranger Kirmes bietet, sehr schön. Man kann einen Happen essen und für die Kinder werden viele tolle Attraktionen angeboten. Gleichzeitig ist die Cranger Kirmes auch eine Art „Kontaktbörse“. Hier trifft man neben engen Freunden auch Personen, die man zuletzt auf der letzten Cranger Kirmes getroffen hat. Ein echtes Highlight ist außerdem der Festumzug, der immer am ersten Kirmes-Samstag stattfindet. Über 100 Gruppen machen sich auf geschmückten Festwagen oder zu Fuß von Eickel aus auf den Weg in Richtung Kirmesplatz, während Hunderttausende Zuschauer den Festzug vom Straßenrand aus mit verfolgen. Das ist ein bisschen so, als würde man Karneval im Sommer feiern.
Herr Rogalla, vielen Dank für das Gespräch, wir drücken die Daumen für einen reibungslosen Kirmesverkehr!
Weitere Infos zum Kirmesverkehr finden Sie hier